Tiervermittlung

Alle Tiere sind gesund, geimpft, entwurmt, gechipt und wenn alt genug kastriert.

Kontakt und Auskunft: Auffangstation Moos Telefon 079 933 28 65.  Bitte auf Anrufbeantworter sprechen, wir rufen umgehend zurück.


Sprungbrett für ein glückliches Katzenleben!

 

Steffisburg, den 1.4.2017

Liebe Frau Salzmann, mein Sprungbrett zu einem angenehmen und glücklichen Katzen-Leben!

Monika Küng, meine Ernährerin und Masseurin wollte dir schon lange mal schreiben, wie es mir hier im Kaliforni in Steffisburg geht.
Wie du sehen kannst, habe ich mich zu einer flotten und schönen Katze entwickelt. Ich heisse jetzt Shina (du sagtest mir Gina) und man nennt mich hier oft und mit Recht
„die schöne Shina“. Hier auf dem Balkon habe ich einen guten Überblick auf unseren Garten. Oft kommt Nachbars Graue Katze in mein Revier. Meine Ernährerin meint, ich solle sie verjagen, das kann ich aber nicht, denn die Graue ist sehr draufgängerisch, dann springe ich immer ganz schnell in die Wohnung hinauf. Wenn meine Ern. diese Wehemenz des Katzentörchens hört, springt sie immer hinaus und verjagt die Graue. Dann bin ich ihr dankbar und richtig froh, dass sie mir hilft. 

Um auf den Balkon zu gelangen kann ich auch die Glyzinien hochklettern. Bei warmem Wetter und auch nachts ist das Stubenfenster immer offen, so habe ich jede Freiheit. Das ist wichtig, denn ich gehe lieber nachts raus als am Tag.
Erinnerst du dich noch an meine besondere Gewohnheit? Ich rolle mich immer noch und lasse meinen Bauch massieren. Am Morgen bevor sie bettet, geniessen wir diese Zweisamkeit, streicheln und massieren kann sie sehr gut. Es ist aber noch nicht lange her, dass ich es wagte, am Abend wenn sie im Bett liest, nebenher zu liegen und mich streicheln zu lassen. Im Sommer wenn es heiss ist, liege ich manchmal in die kühle Badewanne
natürlich ohne Wasser! Oder im Schatten des Balkons auf den

 

Beton. Gut, dass meine Ern. einen tollen Kamm hat für mein dichtes Fell. Sie hat jetzt bereits ein ganzes Säckchen voll von meinen Haaren und wird es dann einer Frau zum spinnen bringen.
Als ich neu da war, habe ich mich mehrmals irgendwo einschliessen lassen. Nach Stunden konnte ich dann wieder in die Freiheit, rannte sofort nach Hause und wir waren beide froh, wieder zusammen daheim sein zu können. Jetzt passiert das aber nicht mehr, doch gwunderig bin ich immer noch und wenn die Garage- oder Kellertüre offen ist, verstecke ich mich drin. Meistens sieht sie mich trotzdem und lässt dann die Türe einen Spalt offen.

Ich weiss jetzt auch, wenn sie mit dem Velo weg geht, bleibe ich zu Hause und dann kommt sie ja bald wieder zurück. Nur einmal ging sie nach Indien und blieb lange fort. Karin kam und hat mich jeden Tag gefüttert und gestreichelt, aber es ist schon schöner, wenn ich und meine Ern. zusammen zu Hause sind. Nachbars Garten gehört auch ein bisschen zu meinem Revier, der alte Mann hat eine liebe Stimme.

Im Efeu am Haus hausen ganz viele Vögel, das ist äusserst interessant für mich. Immer wieder mal besuche ich die Schildkröten und auch die Hühner, was natürlich sehr viel interessanter ist. Ich habe jedoch aufgehört sie zu jagen, wir vertragen uns jetzt, sie gehören ja auch zu uns. Und nachts ist dann auch noch der Igel unterwegs. Die andern Nachbarn haben einen Hund und wenn er im Garten ist und mich sieht, bellt er wie verrückt. Doch das hat mich nie beeindruckt, darum hat er aufgehört mich anzubellen. Ist ja doch auch viel angenehmer so.
Wenn meine Ern. Harfe spielt, betrachte ich das als Zeichen, raus zu gehen. So speziell schön spielt sie ja auch nicht. Am Anfang ging ich ganz aus dem Haus, im Winter begnüge ich mich jetzt nur ins andere Zimmer zu wechseln. Manchmal darf ich in den Kleiderschrank, dann mache ich es mir hinter den Pijamas gemütlich. Wenn ich es möchte, macht sie auch Spielstunde mit mir. Dann ist ihre Hand unter dem Bettüberwurf und ich beisse und kratze sie wie verrückt
dadurch verliert der Überwurf dauernd Fädeli. Dann nimmt sie den Staubsauger und ich warte vor der Türe bis das laute Monster nicht mehr tönt.
Du siehst, ich bin glücklich hier und hoffe, dass du das von dir auch sagen kannst und ich danke dir nochmals für deine Fürsorge. Hoffentlich bekommen alle Katzen die bei dir sind, ein so gutes zu Hause wie ich es jetzt habe.

Zum Abschied rolle ich mich und du darfst mir den Bauch streicheln. Mit lieben Grüssen verbleibe ich die schöne Shina.